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KI trifft Energiewende – egNEOS bei der VEE-Jahrestagung 2026

KI trifft Energiewende – egNEOS bei der VEE-Jahrestagung 2026

KI trifft Energiewende – egNEOS bei der VEE-Jahrestagung 2026

Am vergangenen Freitag lud die Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien (VEE Sachsen e.V.) zur diesjährigen Jahrestagung ein. Neben den rund 200 Akteuren aus Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft nahm als langjähriges Mitglied auch die egNEOS teil. Veranstaltungsort war das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden – einem würdigen Rahmen für dieses Treffen, denn auf dem Dach des Gebäudes wurde einst das erste Bürger-Solarkraftwerk Sachsens errichtet.

Morgens: Workshops zum Mitmachen

Passend zum Motto der Veranstaltung startete der Tag mit praxisnahen Workshops rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Die Teilnehmenden konnten sich im Vorfeld für unterschiedliche Formate entscheiden und sich gezielt mit den Werkzeugen beschäftigen, die schon heute den Arbeitsalltag erleichtern – von der Datenauswertung bis zur automatisierten Kommunikation. Wir nutzten die Gelegenheit zum direkten Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Das anschließende Mittagsbuffet bot weitere Möglichkeiten zum Netzwerken – einer der unterschätzten, aber wichtigsten Werte solcher Fachveranstaltungen.

Nachmittags: Vorträge mit Tiefgang

Ab 12.45 Uhr eröffnete VEE-Präsident Dipl.-Ing. Falk Zeuner die eigentliche Jahrestagung. Grußworte kamen von Staatssekretär Sebastian Scheel aus dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz sowie von den energiepolitischen Sprecherinnen der CDU- und SPD-Landtagsfraktionen, Ina Klemm MdL und Juliane Pfeil MdL. Die Beiträge aus der Politik machten deutlich: Die sächsische Energiepolitik kommt an der KI-Frage nicht vorbei.

Den inhaltlichen Auftakt machte Dr. Marian Klobasa vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI mit einem Vortrag über die doppelte Rolle der KI in der Energiewende: Einerseits helfen Algorithmen, Erzeugung und Netzbetrieb effizienter zu gestalten. Andererseits treiben die explodierenden Rechenzentrumskapazitäten den Stromverbrauch in bislang kaum vorhergesehene Höhen. Eine zentrale Botschaft: KI ist gleichzeitig Werkzeug und Herausforderung der Energiewende.

Dr. Dirk Woywod von der Rulemapping Group stellte anschließend ein spannendes Konzept vor: Wie automatisierte Rechtsprüfung durch KI Genehmigungsverfahren für Erneuerbare-Energien-Anlagen beschleunigen kann – ein Punkt, der für Projektierer aber auch für Behörden unmittelbar relevant ist, da lange Genehmigungsprozesse nach wie vor zu den größten Bremsen beim Ausbau gehören.

Rechtsanwältin Joann Lisa Schröder von PROMETHEUS beleuchtete die Frage, ob KI-Rechenzentren und Erneuerbare Energien eine strategische Allianz eingehen könnten – und welche vertraglichen und regulatorischen Voraussetzungen dafür nötig wären. Lydieth Triana von pure ISM GmbH widmete sich den Haftungsfragen: Was passiert, wenn KI-gestützte Systeme Fehler machen und die Versorgungssicherheit beeinträchtigen? Noch gibt es mehr offene Fragen als klare Antworten – aber die Diskussion hat begonnen.

Udo Wappler von BayWa r.e. Energy Trading zeigte konkret auf, wie algorithmenbasierte Vermarktungsstrategien bereits heute den Erlös aus Erneuerbaren Energieanlagen steigern – ein Thema, das auch für Bürgerenergiegenossenschaften zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Den Abschluss machte Dr. Mattis Hartwig von singularIT mit einem pointierten Ausblick: KI kann längst schreiben, übersetzen, planen – aber wann unterstützt sie endlich den physischen Aufbau der Energiewende? Robotik und KI als Beschleuniger bei Installation und Wartung von Wind- und Solaranlagen könnten mittelfristig ein echter Gamechanger sein.

Fazit aus egNEOS-Perspektive

Für egNEOS war die Jahrestagung ein wichtiger Orientierungspunkt. Die Botschaft des Tages: KI ist kein abstraktes Zukunftsthema mehr – sie verändert schon jetzt, wie Energie erzeugt, vermarktet, genehmigt und reguliert wird. Als gemeinschaftlich organisierte Bürgerenergiegenossenschaft müssen wir verstehen, wie wir diese Entwicklungen aktiv mitgestalten und für unsere Mitglieder nutzen können.

Die Mitgliedschaft in der VEE Sachsen e.V. gibt uns dafür genau das richtige Netzwerk und den direkten Zugang zu Expertinnen und Experten, die diese Themen vorantreiben. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit – und auf die nächste Jahrestagung.

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